Freitag, 27. November 2015

Blogtour: Die Rebellin von Koron


Ich darf Euch heute bei mir begrüßen mit einem Thema was auch heute nicht ungewöhnlich ist:

Frauen in einer Männerwelt!

Ich möchte erst ein wenig Kayana´s Werdegang und die damit verbundenen Schwierigkeiten aufzeigen:

Kayana sieht für sich nur eine Möglichkeit, die Flucht aus einem Haus wo Männer das Sagen haben. Frauen nichts wert sind, immer auf das Gutdünken der Männer angewiesen.

Kayana flieht gemeinsam mit Ihrer Schwester aus dem Männer dominierten Heim. Sie begibt sich auf eine Reise ins ungewisse, das einzige was sie mit Sicherheit weiß - Nie wieder sich unterdrücken lassen. Wo führt die beiden Ihre Reise hin, das ist ungewiss aber ihren Mut und den Ehrgeiz sollte man niemals unterschätzen. Sie trifft eine Entscheidung die alles Verändert und bedenkt alles. Die Haare müssen kurz, die Kleidung muss getauscht werden....
Als sie dann der Söldnertruppe in die Arme laufen, treffen beide eine Entscheidung die ihr Leben verändert.... Von diesem Tag an Leben sie bei den Männern als Männern. Sie scheuen sich vor keiner Arbeit, alles wird angegangen, sie passen sich an. Sie trainieren ihren Körper und schaffen es alle zu täuschen und das über viele Jahre.


Aber was bedeutet das, ist es wirklich so schwer in einer Männerwelt als Frau Akzeptanz zu erhalten?

Aus eigener Erfahrung von 13 Jahren in einem bis dahin rein aus Männern bestehendem Berufsbild, kann ich sagen ja es geht. Aber und das muss jeder Frau klar sein ist nicht mit einem Augenaufschlag oder einen Pöterwackeln getan. Nein das ist harte Arbeit...
Ich werde nie die Worte vergessen mit denen ich damals begrüßt worden bin, Zitat: "Wir wollen Sie hier nicht, wir brauchen hier keine Frauen"
Ich hatte genau zwei Möglichkeiten, mich von dieser Aussage einschüchtern lassen oder meinen Mann stehen. Ich habe mich für den Mann stehen entschieden und habe es nie bereut. Damals war das eine Mammutaufgabe, ich war 1 Frau unter 150 Männern. Wenn einer der Männer fehlte, ist das oftmals nicht aufgefallen. Fehlte jedoch die einzige Frau, bekam das jeder mit. Es war egal ob es Sport war, ob wir auf dem Truppenübungsplatz  oder auf der Schießbahn waren. Alles was ich tat wurde noch mal mehr begutachtet und genau hingeschaut. Deswegen konnte ich auch so gut Kayana ihren Weg nachvollziehen. Nur das ich mich nicht als Mann tarnen musste.



Gibt es solche Vorurteile etwa heute im 21 Jahrhundert auch noch?


Ja die gibt es, es gibt immer noch Männer die denken das Frauen für den Herd, zum Putzen und Kinderkriegen geschaffen sind. Man sollte es kaum glauben, denn in einer Welt wo die Frau Vollzeit arbeiten geht. Durchaus auch eine Familie ernährt, dabei auch noch Kinder bekommt und zuhause den Kochlöffel schwingt. Gibt es immer noch Männer die eine Frau nur am heimischen Herd haben wollen, denn zu mehr sei sie nicht zu gebrauchen. Aber das ist zumindest in den meisten Ländern eine ganz ganz kleine Minderheit.
Der Großteil ist Gleichberechtigt, in der Arbeit, in der Familienführung und im Haushalt.

Auch bei dem Beruf den ich 13 Jahren nachgegangen bin, ist es angekommen das Frauen nicht grundsätzlich schlecht sind. Das sie eine Berufsgruppe auch bereichern können. Aber und das ist ganz wichtig, ist keine Einbahnstraße . Will Frau in so einem Beruf Akzeptanz erfahren muss sie sich auch anpassen, damit meine ich nicht das man sich aufgeben muss. Aber man sollte sich ein kleines bisschen ein dickes Fell zulegen, Schlagfertigkeit ist auch nicht schlecht. ES gibt Berufsbilder da ist es nicht angebracht, stark geschminkt zu erscheinen oder immer im Extremen aufzutreten. Das kann ganz individuell sein, es bedeutet ja nicht das man sich als Frau verleugnet nur das man sich dem Berufsbild und der Berufsphilosophie mehr annimmt.


Die Andere Frage die sich nach dem Buch stellt, gibt es immer noch Kulturen in denen Frauen nichts wert sind?

Ich wollte erst einfach mal einen Blick auf andere Kulturen werfen, habe mich aber umentschieden. Denn was viele, gerade die jüngeren Generationen nicht wissen. Das auch bei uns sehr lange der Mann das sagen hatte, in allen Angelegenheiten. Wollte ein Mann zb.  nicht das die Ehefrau arbeitet -  dann durfte sie das nicht. Bis 1977 gab es in der Ehe eine klare Aufgabenteilung, der Mann verwaltete das Vermögen der Familie, die Frau war verpflichtet den Haushalt zu führen.

Hier mal ein paar Beispiele die bis zum Jahre 1977 Gültigkeit hatten:


Scheidungsrecht
Verließ Frau Muster ihren Mann (weil er sie betrog oder schlug, zum Beispiel), galt das nach dem „Schuldprinzip“ als „böswilliges Verlassen“. Als „Schuldige“ bekam Frau Muster keinen Unterhalt, stand also finanziell vor dem Nichts. Auch das Sorgerecht erhielt sie nicht.
Eherecht
Mit der Eheschließung war Frau Muster gesetzlich „zur Führung des Haushalts verpflichtet“. Berufstätig durfte sie nur sein, wenn sie „ihre familiären Verpflichtungen nicht vernachlässigt“. Fand der Ehemann, das sei der Fall, konnte er die Stelle seiner Frau kündigen, ohne sie auch nur zu fragen.
Strafrechtsreform
Als Vergewaltigung gilt ausschließlich der erzwungene „außereheliche Beischlaf“. Ein Zitat was damals von einem CSU Abgeordneten gesagt wurde: „Zum ehelichen Leben gehört auch, die Unlust des Partners zu überwinden. Der Ehemann ist nicht darauf aus, ein Verbrechen zu begehen – manche Männer sind einfach rabiater.“
                          Quelle: EMMA Gesetzgebung vorher - nachher

Man sieht also, das auch in unserem Land die Frau sehr lange als eine Privatsache angesehen worden ist. Die auf das Gutwill ihres Mannes angewiesen war, ich meine was sind schon 38 Jahre...

Hier mal eine Seite wo man die wichtigsten Etappen auf einem Blick hat:
Zu der Seite hier klicken: Die wichtigsten Etappen zur Gleichberechtigung




Bitte beantwortet die heutige Tagesfrage:

Was muss Kayana auf sich nehmen um der Unterdückung zu enfliehen?


  • Teilnahmebedingungen:
  • Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung der Eltern.
  • Versand nur innerhalb von Deutschland. Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
  • Das Gewinnspiel endet am 29.11.2015 um 23:59 Uhr. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt man sich bereit im Gewinnfall öffentlich namentlich am Ende der Blogtour genannt zu werden.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung mit Facebook und wird nicht von Facebook organisiert.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
  • Jeden Tag kann ein Los gesammelt werden, indem die individuelle Tagesfrage beantwortet wird, diese Frage denkt ihr euch bitte in Bezug auf euer Thema aus.

Zum Schluss wünsche ich allen Viel Spaß und 
Lesevergnügen bei unserer Blogtour und drücke 
allen teilnehmenden Lesern die Daumen bei 
unserem Gewinnspiel!

Kommentare:

  1. Guten Morgen,
    ein sehr aufschlussreicher Beitrag zu einem immer noch leider aktuellen Problem..
    Kayanas Preis für die Freiheit ist sich vollkommen als Mann zu tarnen. Haare ab, kleiden wie ein man, arbeiten wie ein Mann, hier in diesem Fall noch in einer Söldnertruppe.

    Liebe Grüße Bettina bettinahertz66@googlemail.com

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  2. Hey,

    um aus der Unterdrückung zu entfliehen, muss Kayana sich zusammen mit ihrer Schwester als Mann ausgeben.

    Liebe Grüße, Samuel
    info@win-com.de

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  3. Hallo,

    sie muss sich zusammen mit ihrer Schwester als Mann ausgeben.

    LG
    SaBine

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  4. Hallo,
    sie muss das Land verlassen. Ich kenne eine Frau, die das getan hat.

    Übrigens: Dein "galt bis 1977" bezieht sich auf den Westen. Anderswo in Deutschland war man und frau schon viel weiter.

    LG Steffen

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  5. Hallo,

    toller Beitrag... sie muss ich zusammen mit ihrer Schwester als Mann ausgeben ;)

    LG

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  6. Hallo ,

    toller und interessanter Beitrag .
    Sie muss sich zusammen mit ihrer Schwester als Mann ausgeben.

    Liebe Grüße Margareta
    margareta.gebhardt@gmx.de

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  7. Nur Gesetze sind aber nicht das Entscheidende. Es gilt diese auch umzusetzen. In genug Ländern haben Frauen auf dem Papier Rechte, praktisch wird das jedoch nicht umgesezt. Und dazu darf man auch nie vergessen, dass die ganze Mentalität anders war. Schauen wir uns die Probleme an, vor denen wir heute stehen. Kinderarmut und so weiter. Natürlich sollte keine Frau gezwungen werden, Kinder zu bekommen und nicht zu Arbeiten, dennoch ist es leider einzig die Frau, welche Kinder bekommen kann.
    Man darf das ganze nicht verabsolutieren, nur weil ein Mann damals diese Rechte hatte, heißt es nicht, dass er sich auch wahrgenommen hat, das darf man nicht vergessen. Und nicht alle Männer sind so.....

    - ich schreibe auch Buchrezension, habe erst angefangen und würde mich über Kritik freuen: https://lyricl0ver.wordpress.com/

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