Samstag, 30. September 2017

Blogtour zum Buch von Evadeen Brickwood



Herzlich Willkommen zum heutigen Tag,

ich darf Euch mitnehmen auf den Weg durch die Bürokratie Afrikas...

was stellt man sich darunter vor:

Als Bridget sich auf den Weg nach Botswana macht um ihre Schwester zu finden, begann sie einen typischen europäischen Fehler. Sie denkt und handelt wie eine Europäerin, doch das hilft einem in Afrika nur bedingt....

Denn sie reist in ein fernes Land, das so ganz anders tickt als England und Deutschland. Warum, nicht nur die Uhren ticken hier scheinbar anders, auch vieles mehr ist so anders.

Ich war für einige Monate für meinen Arbeitgeber in Afrika unterwegs und habe vieles davon erlebt, was auch Bridget erfahren musste. Daher nehme ich Euch mit und erzähle euch von meinen Erfahrungen aus diesem Sommer.

Man gewöhnt sich mit der Zeit an zu sagen: Wir haben die Uhr, doch die Afrikaner haben die Zeit. Das ist nicht bloß eine Floskel die schnell dahin gesagt wird.

Die Kultur und die Menschen in Afrika scheinen ihrem eigenen Rhythmus zu folgen, wir Weißen sind Ihnen dabei oftmals zu hektisch und zu schnelllebig. Gerade wenn es für uns dringlich ist, habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Menschen erst recht eine Ruhe an den Tag legen, die unser eins schon fast in Stress versetzen. So erging es auch Bridget das eine oder andere mal, sie ist bei der ortsansässigen Polizei um Informationen zu erhalten. Doch eigentlich erfährt sie nur so viel, wie man sei dran zu prüfen. Das dauere nunmal seine Zeit.

Macht man einen Termin, darf man auch hier nicht mit unserer Pünktlichkeit rechnen. Denn da sind wir Europäer einfach anders gestrickt. Schnell kann es sein, das wenn man einen Termin um 09 Uhr vereinbart hat, das es 12 Uhr Mittags wird. Das liegt an verschiedenen Faktoren, zum einen sind da die Wegstrecken. So braucht man bei uns für 70 Km vielleicht etwas über eine Stunde. Jetzt darf man aber nicht davon ausgehen, das in einem Land wie Afrika das Straßennetz so ausgebaut ist. Was erschwerend hinzukommt, während der Regenzeit sind viele Straßen einfach nicht befahrbar... aber zum Wetter komme ich später noch. Bzw. was fast noch wichtiger ist, die Straßen teilen sich dort Autos, Busse, Ziegen und Esel mit 

Anhänger, sowie Rinder- und Schafherden. Ich habe selber für eine solche Strecke mit einem PickUp schnell mal drei Stunden gebraucht... Denn die Tiere haben Vorfahrt, das ist für viele Menschen die Lebensexistenz. Zum anderen liegt es auch an den Uhren, denn hier kommt das wieder zu tragen was ich am  Anfang sagte. "Wir haben die Uhr, doch die Afrikaner haben die Zeit."


Was noch dazukommt und für uns Europäer eine echt Herausforderung darstellt. Das Wetter, in einem Land wie Afrika lernt man was es heißt zu schwitzen. Und zwar in vielen Lebenslangen, wenn nicht sogar in allen. Was wir als frühsommerliche Temperaturen empfinden, ist dort schon gefühlt fast Winter ;) Man glaubt es kaum, ich kann aber sagen das wenn man durchgehend um die 30 Grad und mehr hat. Das es einem dann Nachts bei 25 Grad schon kalt vorkommt. Dazu kommt die Regenzeit, wenn es in Afrika regnet ist das nicht im geringsten mit dem bisschen zu vergleichen was üblicherweise bei uns vom Himmel fällt. Innerhalb weniger Minuten, gibt es ganz Sturzbäche von Wasser...So schnell wie der Regen kommt, kann er schon wieder vorbeisein. Und dann kommt die Schwüle Luftfeuchtigkeit, und was tun wir, richtig schwitzen. Setz einen Hut auf, Creme dich mit LSF 50+ ein, bekommen in einem Land wie Afrika plötzlich richtig Sinn.


Ein Gewohnheit von uns ist immer und überall erreichbar zu sein, auch dieser Herausforderung musste sich Bridget stellen. Denn dort hat nicht jedes Haus einen eigenen Telefonanschluss, nein man meldet ein Telefongespräch im Hotel an. Damit man dann mit seinen Liebsten daheim sprechen kann.
Das war dort wo ich war nicht anderes, mit dem unterschied das viele Menschen über Handys verfügen. 

Ist Afrika im allgemeinen ein Kulturschock, so würde ich das nicht sehen. Aber es regt zum Nachdenken an, und auch zum Hinterfragen seiner selbst. Bei uns ist immer alles nach Terminen, die Zeit sitzt uns im Nacken.

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Sind wir zufrieden mit dem was wir haben? Oftmals nicht. Ich habe Menschen kennenlernen dürfen, die viel weniger haben. Waren sie zufrieden, ich glaube schon. In einem Land wie Afrika zählt „ ein Mann, ein Wort“ noch viel mehr. Auch diese Erfahrung durfte ich nicht nur auf dem Markt machen, sondern auch im direkten Umgang mit Menschen. Sind Weiße gerne gesehen in Ländern wie Botswana oder anderswo? Durch die Kolonisierung, ist es in einigen Abschnitten Afrikas nicht ganz einfach. Es gibt Menschen die offen auf einen zukommen, man muss als Weißer aber auch damit rechnen, dass die Menschen vorsichtig zurückhaltend sind. Das ist dann oftmals der Geschichte des Landes geschuldet.

Bridget muss sich mit vielem auseinander setzen, was bei uns im Land undenkbar ist. Nicht nur das die Kultur sich so gänzlich unterscheidet. Die Menschen, ihr Glaube und ihre Lebensweise unterscheidet sich in vielen Dingen von dem was man in einem gutbürgerlichen Ort in England erwarten würde. Den Gedanken, dass die Menschen in Afrika nur auf Safaris fahren, ansonsten aber alles so ist wie bei uns, sollte man schnell ablegen..

Mein Satz den ich für mich selber in mehr als vier Monaten verinnerlicht habe: Wir haben die Uhr, die Afrikaner die Zeit... denn das ist ein wesentlicher Bestandteil der Lebensart. Mit Druck oder gar immer wieder kehren und die Leute bedrängen erreicht man in so einem Land wenig. Ganz im Gegenteil, es kann passieren das nun alle noch länger dauert...


Ich hoffe Euch einen Einblick in ein für uns so fremdes Land geben zu können!



Jeden Tag kann ein Los durch Beantwortung der Tagesfrage gesammelt werden.

Die Preise:

1. Preis: 1 Print + 1 Tasse zum Buch 
2. Preis: 1 eBook + 1 Tasse zum Buch
3. Preis: 1 Tasse zum Buch



Die Gewinnspielfrage:


Wenn ihr nach Afrika reisen würde, was würdet ihr von einem Land was unserem so Fern ist, erwarten? 




Hier noch einmal der Farhplan als Übersicht


27.09. - Buch- und Protagonistenvorstellung 
bei Charleen von Charleen´s Traumbibliothek

28.09. - Botswana 
bei Jasmin von Bücherleser

29.09. - Wie weit würdest du für deine Liebsten gehen? 
bei Nadja von Bookwormdreamers

30.09. - Kulturschock - Eine Suche der besonderen Art 
bei Jeanette von Eine Bücherwelt

01.10. - Autoreninterview 
bei Sandy von Sandys Welt 

02.10. - Gewinnspielauslosung 
auf allen Blogs



Kommentare:

karin hat gesagt…

Hallo und guten Tag,

also ich persönlich würde da überhaupt nichts erwarten oder als gegeben/wichtig/möglich voraussetzen.

Denn ich befinde mich, dann in einem anderen Land, andren Kontinent, Klima, Menschen, Befindlichkeiten, Vorstellung usw.

Was nichts anders heißt
....ich als Auswärtige muss schauen, wie ich mit den Menschen, Gegebenheiten usw am besten zurecht komme und muss mich örtlichen Gegebenheiten anpassen und kann nicht erwarten...das das so läuft wie in Europa/Deutschland.

Nach dem Motto andere Länder, andere Sitten.

Aber für alle froh und dankbar sein, was mir die Leute freiwillig anbieten können und wollen.

LG..Karin..

Jennifer Siebentaler hat gesagt…

Ich würde freiwillig dort nicht hinreisen wollen eben genau deshalb weil mir dies land zu fremd ist und zuviele gefahren birkt denen ich nicht freiwillig ausgesetzt werden möchte!
LG....Jenny

Tiffi2000 hat gesagt…

Hallo,

ich würde hoffen, dass ich möglichst viel von der Kultur erfahre und auch die Menschen dort besser kennen lernen kann... gespannt wäre ich aber auch auf das Essen ;)

LG

Birgit hat gesagt…

Ich hätte keine Erwartungen, sondern würde mich vielmehr davon überraschen lassen, was jeder Tag bringt. Statt einer Erwartungshaltung würde ich lieber offen sein für alles, was das Land, die Menschen und die Kulturen mit sich bringen -- und all das möglichst wertfrei annehmen.

Liebe Grüße,
Birgit

Drachenleben hat gesagt…

Ein toller Bericht. Ich nehme zwar nicht am Gewinnspiel teil, finde aber die Fragestellung interessant. Ob ich im richtigen Teil Arikas dafür bin weiß ich nicht, aber so Naturreligionen und Vodoo erwarte ich mir dort irgendwie auch.

Sarina Ziemann hat gesagt…

Puh.. gute Frage.. "erwarten" würde ich da eigentlich nur das, was man immer im Fernsehen/Internet etc. sieht oder hört.. Sonne und Hitze xD ansonsten würde ich es einfach auf mich zukommen lassen.. wenn man zu viel erwartet, wird man oft enttäuscht und das finde ich einem Land, das man gar nicht kennt, gegenüber mehr als ungerecht.. man kann es einfach nicht mit dem vergleichen, was man von Zuhause kennt.

Liebe Grüße,

Sarina :)

Claudia hat gesagt…

Hallöchen,

also ich bin ja nicht so der Rucksacktourist, also wenn ich nach Afrika reisen würde dann nur in ein tolles Hotel. Da würde ich mir dann erwarten, was ich gebucht habe. Natürlich würde ich mir auch jede Menge Sonne und Hitze erwarten. Ansonsten? Keine Ahnung, wahrscheinlich nichts. Ich würde es auf mich zukommen lassen, denn ich will dann ja auch etwas neues sehen und kennen lernen. Da sind irgendwelche Erwartungen doch hinderlich.

Danke für den Beitrag. Bridget hat anscheinend echt zu kämpfen. Besonders mit der "Gemütlichkeit" da unten.

Liebe Grüße
Claudia